Hunde auf Tour

Welche Impfung braucht mein Hund?

Impfungen trainieren das Immunsystem vom Hund und schützen ihn vor gefährlichen Infektionskrankheiten. Man unterscheidet zwischen Pflicht- und Wahlimpfungen, also welche vorgeschrieben sind oder nach eigener Entscheidung gegeben werden. Da aber auch Impfungen den Hundekörper belasten, sollst du dich von deinem Tierarzt beraten lassen, welche Wahlimpfungen nötig sind.

Der Behandlungsraum beim Tierarzt in Kabrousse, Senegal, unterscheidet sich sehr von europäischen Praxen, doch Dr. Oussmane Coli ist ein äußerst freundlicher und ruhiger Mann und hat für die Grundimpfungen für unseren kleinen Yoda alles notwendige vor Ort. Hier bekommen wir den wichtigen Impfpass für die spätere Rückreise nach Europa.

Keine Angst vor Impfungen!

Wir haben unsere Hunde gegen alles, woran sie ersthaft erkranken oder sterben können, impfen lassen. Tollwut ist in Deutschland eine Pflichtimpfung, darüber hinaus gibt es aber noch viele gefährliche Infektionskrankheiten. Wenn es in den Süden geht, stehen an erster Stelle alle Impfungen gegen Krankheiten an, die im Mittelmeerraum vor kommen. Wichtig sind hier besonders die Impfungen gegen Leishmaniose, Borreliose und Babesiose. Erkundige dich vor Abreise auch über die jeweiligen Vorschriften in den Reiseländern.

In Afrika erfahren wir auf die harte Tour, wie wichtig die Impfungen für unsere Hunde sind.

Ein wichtiger Tipp:

Eigentlich hätten wir unsere Hunde bei unserer Einreise in den Senegal anmelden müssen. Da es dort aber niemanden interessiert, haben wir es unterlassen. Durch Corona waren wir jedoch viel länger als geplant in dem Land, insgesamt 17 Monate, und haben nicht schlecht gestaunt, als die Ausreise mit unseren Hunden ein Problem darstellte. Der Amtsarzt reklamierte bei Ausreise die fehlende Tollwutimpfung. Die Regelung im Senegal schreibt vor, dass die Tollwutimpfung jährlich wiederholt wird, statt wie in Deutschland, wo unser Präparat für drei Jahre reicht. Es hat uns extremen Stress bereitet und viele Nerven ,gekostet‘, den Arzt davon zu überzeugen, dass für europäische Verhältnisse der Impfschutz unserer aus Deutschland mitgebrachten Hund für die Rückreise nach Europa ausreicht.

Nachdem wir unseren ,Findling‘ Yoda de Diembéring mit einem Kombi-Präparat gegen alle wichtigen Erkrankungen geimpft haben, bekommt er im Alter von drei Monaten auch die Tollwutimpfung. Die notwendige Titterbestimmung für die Einreise nach Europa können wir nun nach einer weiteren Wartezeit von vier Wochen bestimmen lassen.

Hundeadoption im Ausland

Unseren Yoda haben wir als acht Wochen alten Welpen in Diémbering aus dem Müll gezogen. Ohne uns hätte er kaum noch die Nacht überlebt. Natürlich haben wir ihn bei uns behalten. Im Senegal haben wir ihm sofort alle wichtigen Impfungen gegeben und im Alter von drei Monaten ist er gegen Tollwut geimpft worden. Die notwendige Titterbestimmung, die für die Einreise nach Europa vorliegen muss, kann mit einem Abstand von vier Wochen nach der Impfung durchgeführt werden. Dafür wird dem Hund Blut entnommen und die Probe wird zur Antikörperbestimmung nach Europa (!) geschickt. Das Resultat liegt in der Regel nach zwei Wochen vor. Bei einem zufrieden stellenden Titterwert muss man allerdings nochmals drei Monate warten, ehe man nach Europa einreisen darf.

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