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Erster marokkanischer Tee ­čî▒

Ob in den St├Ądten, D├Ârfern oder den Nomadenzelten in der W├╝ste: in Marokko, der Westsahara, Mauretanien, Algerien und Tunesien hat sich eine Teezeremonie entwickelt, die zu einem geselligen Beisammensein und zum Begr├╝├čungsprogramm eines Gastes geh├Ârt. Also eine Tradition, passend f├╝r unsere Begr├╝├čung in Marokko.

Unseren ersten marokkanischen Tee haben wir in Side Slimane, eine Gro├čstadt mit trauriger Geschichte. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: am 31. Januar 1958 st├╝rzte eine B-47 der USAF mit einer Atombombe an Bord kurz nach dem Start auf dem Milit├Ąrst├╝tzpunkt Sidi Slimane, ungef├Ąhr 90 km nord├Âstlich von Rabat, ab und brannte etwa 7 Stunden lang aus. Es kam zu keiner Nuklearexplosion, jedoch wurde das Gebiet weitr├Ąumig verstrahlt, so dass die Bev├Âlkerung in der Umgebung evakuiert werden musste. Ganz schrecklich, die armen Menschen, die arme Natur und Umwelt.

Die Gegend scheint fruchtbar, ├╝berall am Stra├čenrand wird Obst und Gem├╝se in H├╝lle und F├╝lle angeboten, und im gro├čem Umfang wird Feldwirtschaft betrieben. Hier machen wir Pause auf unserer Fahrt von Asilah, wo wir unsere erste ├ťbernachtung auf marokkanischem Boden hatten. Wir sind unterwegs ins Landesinnere, Richtung F├Ęs, ohne festes Ziel. Ich habe zwar eine paar ├ťbernachtungspl├Ątze im Visier, aber nichts Konkretes. Wir sind noch gar nicht richtig angekommen und die Flut der Eindr├╝cke ├╝berw├Ąltigt uns. 

Unser erster marokkanischer Tee in Sidi Slimane

Marokko ÔÇô was ein Leben und Treiben auf den Stra├čen! Die Gro├čstadt Side Slimane liegt auf unserem Weg und l├Ądt uns ein zu einer Rast, die wir dringend n├Âtig haben. Wir m├╝ssen ein bisschen runter kommen, die letzten Tage waren sehr anstrengend, sind wir doch non-stop von Deutschland durchgefahren. Au├čerdem m├╝ssen wir ein bisschen frisches Obst und Gem├╝se einkaufen und die hier angebotenen Waren lachen uns an. 

Endlich M├Ąrkte, bei denen mein Herz h├Âher schl├Ągt. Nachdem wir unseren Einkauf im Auto verstaut haben, fallen wir v├Âllig erledigt in einem Caf├ę ein und bestellen unseren ersten marokkanischen Tee, der uns einen richtigen Flash gibt. Entweder sind wir es nicht gew├Âhnt, oder dieser ist besonders stark. Jedenfalls mobilisiert er uns t├╝chtig. 

Auf dem Campingplatz, den wir am selben Tag anfahren, bekommen wir jeden Morgen hei├čen Tee als Gastgeschenk serviert. Traum!

Wow ÔÇô wie lecker! Einfach gr├╝ner Tee, mit Zucker gekocht und serviert mit frischer Nanaminze. Eine Delikatesse und mein Getr├Ąnkefavorit f├╝r die kommenden Wochen. In den Caf├ęs wird der Tee in kleinen Kannen serviert, und man ├╝bergie├čt die im Glas befindlichen Minzebl├Ątter und Bruchst├╝cke von wei├čem Zucker.

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