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Die Austern von Monsieur Mamadou 🔥

Im Moment ist die Stellplatzsuche im Senegal frustrierend, denn durch das Confinement haben einige Campements zwar wieder geöffnet, aber den Betrieb erheblich eingeschränkt. Der Koch ist in Urlaub oder arbeitet nur auf Voranmeldung. Der Pool ist schon seit langem unbefĂĽllt und das meiste ist sowieso die letzten Monate out of order. Leider wird trotz des erheblich eingeschränkten Angebots auf den normalen Ăśbernachtungspreis bestanden. Wir steuern den Nationalpark Delta du Saloum mit Luxuslodge und Gameview an, bereit, viel Geld fĂĽr eine heiĂźe Dusche und einen Cool Drink auszugeben –– doch dort will man uns wegen unserer Hunde nicht haben. 

Der kleine Bootsanlegesteg von Dassilame Sérère
Auf dem Bootssteg.

#bestplacetostay CURAAN

Durch puren Zufall entdecken wir auf unserer weiteren Suche einen Ort, der so unsagbar schön ist, dass wir zwei Wochen bleiben. Auf unserer Reise durch den Senegal haben wir noch nie einen Stellplatz gefunden, der uns und unserem Traveltiger ausschließlich Positives bietet. CURAAN nennt sich dieser zauberhafte Ort auf Google Maps, der optimal für Overlander auf der Nord-Süd-Route durch Westafrika liegt, direkt an der Atlantikküste, kurz vor der Grenze zu Gambia.

Der Blick von unserem Stellplatz.

Familie Mamadou Bakhoum

Wer das Authentische sucht, ist hier bestens aufgehoben. Das Campement der Familie Bakhoum liegt knapp vier Kilometer südlich von Toubakouta direkt an den Mangrovenwälder in dem Ort Dassilame Sérère. Die Anfahrt ist für Fahrzeuge wie unseren Traveltiger mühelos.
Dassilame Sérère ist ein verschlafener Ort, der zu den saubersten zählt, die wir bisher gesehen haben. Die Menschen sind unwahrscheinlich freundlich, herzlich und hilfsbereit. Schon unsere Ankunft ist eine Freude.

Als Gast empfangen und als Freunde verabschiedet.


Das Campement ist der Hof der Familie Bakhoum, die uns auf das Herzlichste willkommen heiĂźt. Wir dĂĽrfen kostenfrei an diesem traumhaften Spot bleiben, so lange wir wollen. Unsere wichtigste Frage gilt immer dem Trinkwasser. Auch damit kann die Familie Bakhoum punkten und bietet uns ihr Leitungswasser an, das im Senegal gar nicht so schlecht ist. Es ist wirklich nicht so einfach, in dieser Region Leitungswasser/Eau portable zu finden. Die meisten Campements bieten ausschlieĂźlich Brunnenwasser an, das sehr oft salzig ist.
Wir parken frei gegenüber des Campements auf einem befestigten Plateau mit einem unbeschreiblich schönen Ausblick auf den Fluss Saoume, die Pirogen und die Mangroven des Nationalparks, der übrigens schon 1976 gegründet wurde.

Cafeteria, Galerie, Hofladen und Restaurant bietet das Campement CURAAN.

Das Campement ist im Aufbau und bietet aktuell drei von zukĂĽnftig neun Bungalows und drei Appartements. Wie gesagt, Overlander und Camper sind auch herzlichst Willkommen. Die Familie Bakoum arbeitet seit Jahren am Aufbau ihres Campements, dass allerdings weit mehr ist, als ein typisch senegalesisches Gehöft mit Bungalow-Anlage. 

Das Ă–ko-Projekt CURAAN-Zentrum

Mama Bakhoum ist die beste Köchin, der wir im Senegal begegnet sind und sie verwöhnt uns auf’s Trefflichste mit ihren traditionellen Gerichten. Nach den delikatesten Austern unseres Lebens erfahren wir beim anschlieĂźenden gemeinsamen Beisammensein mehrt ĂĽber die Familie und ihr umfassendes Projekt. 

Frische Austern vom Holzfeuer –– eine regionale Spezialität.
Eine Viertelstunde vorher sind die Austern fĂĽr uns gepflĂĽckt worden.

Die Familie Bakhoum hat das CURAAN-Zentrum gegründet, einem Projekt, das lokale Entwicklungsorganisationen unterstützt und begleitet, deren Erfahrungen bündelt, um anschließend besser auf die Anliegen der Bevölkerung eingehen zu können. Im Vordergrund steht vor allem die Aufgabe zur Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Umwelt.

CURAAN ist das Einheitliche Zentrum für Bienenzucht und Agro-ökologische Forschung von Niombato. Die Frauen der Gemeinde haben sich zu einer Kooperative zusammengetan und arbeiten gemeinnützig in drei Bereichen, der Bienenzucht und Imkerei, der ökologischen Landwirtschaft und dem Öko-Tourismus.

Frühstück bei Mamadou – lecker.

Projekt Ă–ko-Tourismus

Im Rahmen seiner Entwicklungsinitiativen hat das CURAAN-Zentrum eine Abteilung für die Entwicklung des Ökotourismus eingerichtet. Dieses Programm soll dazu beitragen, einen einheitlicheren, gerechteren und umweltfreundlicheren Tourismus zu fördern, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung des Deltas zu verbessern.

Das Saloum-Delta

Das Saloum-Delta ist reich an einem auĂźergewöhnlichen Erbe, das insbesondere durch eine groĂźe Vielfalt sowohl fĂĽr seine Landschaft (Naturräume), seine ethnischen Kulturen als auch fĂĽr seine historischen Ăśberreste gekennzeichnet ist. Diese verschiedenen Möglichkeiten bieten echte Chancen, hier ein nachhaltigeres touristisches Produkt zu fördern, das besser an die Umwelt angepasst und fĂĽr die Bevölkerung rentabler ist.

Nicht nur wegen seiner Artenvielfalt ist Das Saloum-Delta u.a. UNESCO-Weltkulturerbe.

Mit der Piroge durch die Mangroven

Mamadou will uns mit auf eine Bootsfahrt durch die Mangrovenwälder des Nationalparks mitnehmen, die jedoch durch den täglichen heftigen Regen buchstäblich ins Wasser fällt –– dafür haben wir dank der Regenzeit fast jeden Tag eine Naturdusche, das ist wunderbar! Doch das Angebot, sich den Nationalpark von der Piroge anzuschauen, sollte man nicht versäumen. Mamadou kennt sich bestens aus und zeigt einem Stellen, die sonst keiner kennt.

Pirogen vor den Mangroven.

Kontakt

Vor- und Nachname: MAMADOU BAKHOUM
E-Mail: niombato.sarl@yahoo.fr
Mobiltelefon: (00221) 77 544 68 25, (00221) 70 659 39 49, (00221) 76 512 45 11.
Festnetztelefon: (00221) 33 897 81 24

Dorf Dassilamé Sérère, Gemeinde Toubacouta, Bezirk Toubacouta, Departement Foundiougne, Region Fatick.

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